Buchkolumne 10/2015: Kinderbuchmesse, Genderkram und eine hinreißend witzige E-Bibliothekarin

Kinderbuchmesse Bologna – GROßartige Literatur für die KLEINEN Leser:

Der Buchmarkt über die 52. Kinderbuchmesse in Bologna
Der Buchmarkt über die 52. Kinderbuchmesse in Bologna

In Bologna fand die 52. Internationale Kinderbuchmesse statt. Der Buchmarkt berichtet unterhaltsam und ausführlich mit einer langen Bilderstrecke sowie vielen Autoren- und Branchendetails und macht damit sehr viel Lust auf tolle Literatur – angeblich für Kinder. Hier hat nun Glück, wer bereits seit Jahren für Nachwuchs im Bekannten- und Verwandtenkreis oder gar in der heimischen Wohnung gesorgt hat und somit im Laden auf diese verweisen kann. Oder man macht es wie Profi Stefanie Leo, baut sich fix ne Website namens Bücherkinder und bewirbt dort mit viel Laune und Leidenschaft selbst die besten Titel für Groß und Klein!


Edgar Wallace und das Autorenmarketing:

Der britische Kultschriftsteller war allein aus Geldnot einer der produktivsten Autoren – damit aber auch sehr erfolgreich. Der Spiegel berichtet, dass jedes vierte in den Zwanzigerjahren in Großbritannien verkaufte Buch von Edgar Wallace geschrieben wurde. Damit das so wird bzw. bleibt, übte sich der Autor aber bereits früh im Marketing und das lange vor den Zeiten von Social Media:

Autor Edgar Wallace„Die vier Gerechten“ lautete der Titel seines ersten Werks von 1905. Mit einem Trick wollte er Käufer anlocken: Er setzte Preisgelder von insgesamt 500 Pfund für diejenigen Leser aus, die den kniffligen Fall zu lösen vermochten. Wie konnten die Mörder den britischen Außenminister töten, der sich in einem schwer bewachten Raum aufhielt und den niemand betreten hatte?

Wallace bewarb das Buch mit einer gewaltigen Kampagne: „Zusätzlich zu der Anzeigenwerbung“ habe er, so gab er an, „tausend riesige Plakate bestellt, die etwa die Größe einer Wohnzimmerwand haben“. Der Krimi verkaufte sich tatsächlich hervorragend. Zu Wallaces Leidwesen hatte er bei seinem Preisausschreiben allerdings vergessen zu erwähnen, dass jeder Geldgewinn nur einmal zu vergeben war. So stapelten sich bald die richtigen Lösungen. Zu guter Letzt musste ihm seine Zeitung, die „Daily Mail“, finanziell aushelfen.


Die Digitallektüre zieht ins Feuilleton ein:

Bisher war das klassische Feuilleton wenig für das E-Book zu begeistern – stattdessen wurde über die wundervolle Haptik des Gedruckten geschwärmt und auch gern mal gestaunt, was die digitale Boheme von culturbooks bis shelff da so vor sich hin indiesiert. Doch mit Jo Lendle und der hanserbox änderte sich ein bisschen was und wenn der renommierte Verlag aus München nun auch das mit den Einsen und Nullen, dann muss man sich das mal ansehen. Bei der FAZ gibt es ab jetzt sogar eine eigene E-Book-Kolumne und die liest sich so:

Sie wollen Papier beim Umblättern rascheln hören, einen monochromen Leinenband mit Lesebändchen in Händen halten und kein kaltes elektronisches Lesegerät? Auch ich bin bekennend bibliophil und hoffe, dass unsere Nachfahren dereinst immer noch schön gemachte Bücher hegen und pflegen werden.

Nanu? Geht das schon wieder los? Achso, weiterlesen …

Aber warum auf zusätzliche E-Lektüren verzichten? Weil BND, NSA und imperialistische Megakonzerne uns bei jedem Download im Netz ausspionieren? In sozialen Medien wird freiwillig viel mehr offenbart, als es ein noch so exzentrischer Literaturgeschmack erahnen lassen könnte.

So richtig positiv digital klingt das aber auch noch nicht …

Auch Lesen ist heute cool 

Dabei bin ich kein Early Adopter technischer Innovationen. Als meine Familie das erste Fernsehgerät anschaffte, das anlässlich der Mondlandung und vergleichbar relevanter Ereignisse eingeschaltet wurde, begann ich gerade mit Dauerlesen. Kinder von heute schauen ständig in irgendeinen Screen.

Ich. Ne. Also. Tatsächlich stellt Autorin Elke Heinemann da noch sehr schön und sinnvoll gemachte Werke vor, bezieht sich dabei aber immer auf die grundsätzliche Printausgabe und da zwischendurch beständig mit solchen Kommentaren klischeehaft auf dem Digitalen rumgehackt wird, schaffe ich es nicht bis zum Schluß, man möge mir verzeihen:

Ein Buch ist ein Buch. Ich kann es kaufen, es ist mein. Ich darf es verleihen, verschenken, wieder verkaufen. Ein E-Book ist kein Buch. Es ist eine digitale Datei, die ich gegen Gebühr nutzen kann. Ein E-Book ist nicht mein, ich darf es nicht verleihen, nicht verschenken, nicht wieder verkaufen. Theoretisch. Rein praktisch lernt man in subversiven Online-Foren, mühelos den harten Kopierschutz DRM zu knacken, E-Book-Formate zu konvertieren, Content als PDF-Datei auf externen Festplatten zu speichern.

 


Frankfurts Literaturszene – böse Menschen haben keine Bücher:

Hauke Hückstädt vom Literaturhaus Frankfurt
Hauke Hückstädt vom Literaturhaus Frankfurt

Ebenfalls in der FAZ berichtet man über den aktuellen Streit in der Frankfurter Literaturszene. Literaturhauschef Hauke Hückstädt hatte vor einiger Zeit einen offenen Brief geschrieben, indem er die (kostenlose) Konkurrenz durch das „Open Books“ Festival anprangert und mangelnde (finanzielle) Unterstützung beklagt. Hückstädt, der grundsätzlich als sehr modern, offen und engagiert bekannt ist, sah dies als letzten Ausweg – der aber offensichtlich wirkungslos blieb. Im Artikel werden – und das ist interessant – auch einmal Zahlen hinsichtlich der Förderungen, Kosten sowie der Lesungspreise der dortigen Autoren genannt:

Erkundigt man sich, erhält man einen Durchschnittswert von 500 und 800 Euro pro Auftritt, mit Ausreißern bis zu 1000 oder 1500 Euro für einzelne Autoren und noch etwas mehr für einige sehr wenige Gäste. Bei ihnen handele es sich dann eher um deutsche Schriftsteller, sagt Hückstädt, nicht um internationale Bestsellerautoren. Die seien es angesichts der völlig anderen Lesungskultur in ihren Heimatländern oft gar nicht gewohnt, für Auftritte viel Geld zu erhalten.

Auf Facebook wurden diese Preise unter Autoren wild diskutiert und kaum ein durchschnittlicher deutscher Autor schien jemals so viel erhalten zu haben. Der angeblich überbezahlte Rest schwieg wohlweislich und bestellte sich noch eine Flasche Champagner. Aus Lesersicht gilt das im Artikel erwähnte Überangebot jedoch zu nutzen – besucht das Literaturhaus Frankfurt und jegliche Lesung, die mit und ohne Grüne Soße zu finden ist!


Book-Date – die neue Social Reading Plattform

Das klassische Buchforum ist out – Social Reading ist in und deswegen nennt sich die neue Plattform „Book-Date“ und nicht Büchertreff. Vielleicht auch, weil es das schon gibt. Die Literaturwissenschaftlerin Simona Dobrescu möchte hier gleichschlagende Leserherzen zusammenbringen:

Simona DobrescuSollte man überhaupt seine Komfortzone verlassen um das Wagnis eines literarischen Rundumschlags zu starten und falls ja, wer kann mit passenden Titeln weiterhelfen, beraten, empfehlen?

Ein Professor? Ein mathematischer Wert? Fachzeitschriften? Kritiker?

Mindestens diese Antwort war leicht: Gleichgesinnte. Freunde. Leseratten. Die Idee zu book-date war geboren.

Macht euch einen Namen durch Rezensionen, Bewertungen und Kommentare, findet Bücherfreunde, verschollene Bücherzwillinge, schmiedet Freundschaften und erlebt erste Begegnungen. Ihr kreiert Büchersammlungen und erschafft euch euren eigenen virtuellen Lesezirkel, damit ihr immer das richtige Buch zur richtigen Zeit und für die passende Gelegenheit parat habt. Euer Geist ist offen für neue Genres, neue Werke, ihr teilt euer Wissen damit es sich vermehrt. Ihr seid eine Inspiration für andere, Ratgeber, Botschafter.

Anmelden kann man sich via Email oder Facebook. Es bleibt abzuwarten, wie viele Mitglieder sich ohne zusätzlichen Anreiz bei der hohen Konkurrenz an ähnlichen Communities finden werden. Die Seite wirbt mit „kostenfrei“ (gibt es kostenpflichtige Literaturforen?), „moderiert“ (was eigentlich auch alle bisherigen Seiten sind bzw. allein schon gesetzlich sein müssen) sowie „unabhängig“. Die Literaturwissenschaftlerin Dobrescu ist gleichzeitig Autorin von Erotikliteratur (Hinweis der Autorin Dobrescu: es handelt sich um Jugendliteratur) in Eigenveröffentlichung.

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The Art of Agenting – ein Literaturagent im Gespräch:

Sie arbeiten oft im Verborgenen, kämpfen (Achtung: Drama) für ihre Autoren und verhandeln mit den Verlagen um Millionen. Allein die Berufsbezeichnung lässt die geizigen Verleger schon erzittern: Literaturagenten, sozusagen die James Bonds der Bücher. Naja. Trotzdem weiß der Leser an sich oft gar nicht, dass dieser Beruf überhaupt existiert und die meisten mir bekannten Agenten wollen tatsächlich lieber hinter ihren Autoren zurücktreten. (Deutsche Ausnahme: Georg Simader von Copywrite)

Nun ist im Guernica Magazin (Englisch) ein sehr ausführliches Interview mit Chris Parris-Lamb von The Gernert Company erschienen. Ein lesenswertes Gespräch über die aktuellen Branchenprobleme, wie sich die Verhandlungen durch Selfpublishing und Amazon verändert haben und was er an seinem Beruf so liebt:

I didn’t know what a literary agent did, but I knew what books I liked. There’s a value in that. It’s never hard work to say what you think about a book. You’re just articulating your feelings. It might be hard work to put it in writing, to craft the words to express what you like and don’t like, but it’s never hard work to decide what you like and don’t like. If there’s a beauty to my job, it might be that. Weiterlesen!


Eröffnung des Literaturmuseums Wien – ein Salongespräch:

Treffen sich vier Literaturmenschen und sprechen über ihre Branche. Das kann ganz oft sehr langweilig sein, im Fall von Kai Jelinek, Gertraud Klemm, Elwood Loud und Johanna Rachinger liest sich das aber sehr vielseitig und unterhaltsam. Die lieben Literatur – egal in welchem Medium. So zum Beispiel Gertraud Klemm:

Ich glaube auf keinen Fall, dass zum Beispiel Social Media den literarischen Text verdrängen, sondern, dass es sich da um völlig verschiedene Rezeptionsformen handelt. Ich könnte mir vorstellen, dass derartige Textfetzen nur die Einstiegsdroge sind, die einen erst zum Lesen bringt.

 

Warum eigentlich kommt es zu diesem Gespräch? Weil Mitte April in Wien das erste Literaturmuseum eröffnet:

Wir holen Manuskripte, Erstausgaben, teilweise Objekte des persönlichen Gebrauchs von Autoren aus den Depots. Um Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auch auf andere Art mit Literatur auseinanderzusetzen, und sehr wohl auch, um sie zum Lesen zu verführen.

 

Dazu auch Generaldirektorin Johanna Rachinger:

Ein erster Blick ins neue Literaturmuseum Wien
Ein erster Blick ins neue Literaturmuseum Wien

Die Literatur bietet uns sehr viel, wie sie sich uns darstellt, da gibt es einfach ganz viele Parallelangebote: klassische Romane, aber eben auch Slam Poetry oder Hörbücher, experimentelle Formen, Lyrik. Ich denke, dass die Literatur auf jeden Fall weiterhin auf der Höhe der Zeit ist, so, wie sie das immer war, weil die Arbeit mit Sprache immer noch die beste Methode ist, um die Welt zu verstehen. Das wird immer die größte Sehnsucht der Menschen sein, und die Literatur bietet hier den besten Zugang.


Männer lesen auf dem Mars – Frauen auf der Venus:

Geschlechtsspezifische Literaturunterschiede kann man gut finden oder nicht – sie existieren definitiv und zwei Blogbeiträge sind dazu diese Woche besonders aufgefallen. Ein größerer Aufreger war „Das Auge liest mit“ von Tobias Nazemi, eigentlich schon veröffentlicht im Dezember:

Man mag es vielleicht oberflächlich finden, aber wenn ich den Roman einer Frau in den Händen halte, ist das Autorenfoto im Klapper für mich von kaufentscheidender Bedeutung. Finde ich das Foto nicht ansprechend oder sympathisch, dann kaufe ich das Buch in der Regel nicht. Auch bei männlichen Autoren kommt das hin und wieder vor, ist aber nicht so ausgeprägt.

 

Selbstverständlich wird das Aussehen der Autoren unter Marketinggesichtspunkten mit einbezogen und den Vorurteilen der Lesern entsprechend aufs Foto drapiert. Ertappen wir uns bei solchen Postings also nicht eher selbst bei eigenen Kaufentscheidungen und weisen es deswegen umso entrüsteter zurück?

Der dekadente Narziss, der gerne dazu einlädt, seine Selfie-Sammlung anzuschauen. / Thomas Brasch
Der dekadente Narziss, der gerne dazu einlädt, seine Selfie-Sammlung anzuschauen. / Thomas Brasch

Thomas Brasch möchte hingegen eher vermitteln als trennen und empfiehlt, dass Frauen einmal zehn Bücher mit männlichen Hauptcharakteren lesen und wünscht sich umgekehrte Empfehlungen. Seine Tipps preist er mit passenden Fotos und noch besseren Zusammenfassungen an! Bitte gern einfach mehr von diesen Ein-Satz-Fazits inkl. Bild als extra Instagram/tumblr-Account!

Frauen lesen mehr, Frauen kaufen mehr Bücher, Frauen reden mehr darüber und es gibt auch nur wenige männliche Literaturblogger (mit den meisten ist die Kolumnistin persönlich bekannt und grüßt an dieser Stelle deswegen pflichtgetreu Tilman, Christian, Stefan) – woran liegt das? Wiebke Lorenz schrieb einmal in der Cosmopolitan:

Weil die Lektüre von mehreren hundert Seiten ein gewisses Durchhaltevermögen verlangt, mit dem nur die wenigsten Herren der Schöpfung gesegnet sind. Woher auch?

 

Stefan Bollmann hat sich bereits für vier Bücher mit dem Thema „Frauen und Literatur“ beschäftigt – über Männer gibt es von ihm aber kein vergleichbares Werk. Enorm gefährlich sind wohl nicht nur die Frauen, die lesen, sondern vor allen Dingen die, die denken und man mag besonders große Angst vor denen haben, bei denen im schlimmsten Fall beides zusammenkommt.

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Twitter-Tipp – die E-Bibliothekarin aus Wien:

Seit einiger Zeit bin ich ein großer Fan des Twitter-Accounts der Bücherei Wien. Die Bibliothek an sich hat ja eher ein angestaubtes Image und kaum jemand vermag sich dem so witzig und charmant entgegenzustellen wie das Team um Monika Reitprecht aus Österreich, was nun auch (endlich, endlich) die Presse mitbekam und berichtete:

Immer sind es Erlebnisse aus dem Büchereien-Alltag, verwirrende Anfragen der Leser („Haben Sie die Tribute von Panama?“), kurze Konversationen zwischen Lesern und Bibliothekaren („Ich suche ,Homo Faber‘ von Thomas Mann.“ – „Das ist von Max Frisch.“ – „Warum?“) und immer wieder verzweifelte Anfragen von Schülern, die auf der Suche nach Material für ihre Seminararbeit sind („Für mein Referat such ich ein Buch, das nicht total scheiße ist“).

Dies kann dann durchaus auch einmal so aussehen:

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Wie im Kommentar ersichtlich, kommt dieser sehr persönliche Stil nicht bei jedem Leser gut an – bei mir und vielen Anderen aber sehr wohl. Wem die tägliche Portion der E-Bibliothekarin noch nicht reicht, hier das dazugehörige Buch aus dem Milena Verlag:

Reitprecht-EBooks-neu.indd„Autor und Titel weiß ich nicht, aber es ist grün und ein Bett ist drauf.“ 

„Hallo Schlampe!“ 
Man bekommt so viel zurück für seine Mühen als Kinderbibliothekarin. 

„Haben Sie ‚Wuthering Heights‘ von Kate Bush?“ 

„Ich mache am Faschingsdienstag einen Filmabend und suche noch lustige Filme – wo finde ich denn ‚Funny Games‘ von Michael Haneke?“ 

Jugendlicher: „Ich brauche ein Buch für ein Referat. Können Sie mir was empfehlen?“ 
Bibliothekarin: „Welche Bücher liest du denn sonst gerne?“ 
Jugendlicher (nach längerer Pause): „Facebook.“


Relaunch: das Montségur Autorenforum

Autoren wollen sich nicht nur mit Lesern über ihre Bücher austauschen, sondern gelegentlich auch einmal untereinander über Branchenthemen, Schreibprobleme und Verlagsempfehlungen unterhalten. Neben vielen Communities hat sich da vor allen Dingen das Montségur Autorenforum etabliert und einen guten Namen gemacht. Nun hat die Seite einen größeren Relaunch hinter sich gebracht, ist aufgeräumter und leichter zugänglich.

federwelt_111Ein zusätzlicher Tipp ist die Zeitschrift „Federwelt“ mit der dazugehörigen Autorenwelt Community. Sehr professionell wird über alle Fachthemen geschrieben, Anfängern und Profis gleichermaßen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und auch für die komplette Branche gibt es immer wieder interessante Neuigkeiten. Zusätzlich werden Listen mit aktuellen Ausschreibungen, Literaturagenturen und Verlagen auf dem neuesten Stand gehalten. Das Magazin kostet 6,90 Euro und erscheint alle zwei Monate – eine sinnvolle Investition. Das Team ist auch auf jeder Buchmesse vor Ort, dort kann man sich persönlich informieren und das Heft probelesen.

Auch das Literaturcafe ist eine gute digitale Anlaufstelle im Netz für alle Neuigkeiten rund um das Veröffentlichen. Wolfgang Tischer hat die Webseite bereits vor gefühlten Jahrhunderten ins Leben gerufen und informiert Autoren als auch Leser.


Über das Recht, ein Buch nicht zu Ende zu lesen:

Mara Giese fragt in einem aktuellen Blogbeitrag, ob und wann der Leser das Recht auf einen Buchabbruch hat:

Bis Seite neunzig habe ich mich gequält, bevor ich beschlossen habe, dieses Buch nicht zu Ende zu lesen. Das Gefühl, das ich hatte, als ich Zeiden, im Januar zur Seite legte, ist schwer zu beschreiben: es war ein Gefühl des Scheiterns (ich habe an dem Text versagt), aber gleichzeitig gab es auch ein Gefühl des Ärgers und der Wut: wie können Bücher wie dieses erscheinen? Oder habe ich es schlichtweg nicht verstanden?

 

Liebe Mara, liebe Leser: das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher – weg damit! Und es ist ebenso viel zu kurz für überlange Kolumnen. Also: bis nächste Woche!


Alles Gute für die neue Literaturwoche,

 

Eure Karla

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2 comments

  1. Liebe Karla,

    eine schöne Kolumne.
    Und kurioserweise weisen wir heute beide auf den Artikel von Thomas Brasch hin.
    http://kielfeder-blog.de/?p=8389
    Dann hat er wohl nichts falsch gemacht, als er diese Zeilen in die Welt setzte. 🙂
    Aber auch ansonsten: Tolle Verweise, schöne und interessante Schnipsel aus der Literaturwelt.

    Liebe Grüße,
    Ramona

  2. Hallo Ramona,

    ich mag seine Art grundsätzlich sehr gern. Er weist auf bestimmte – und gern auch mal unangenehme – Themen hin und bleibt dabei selbst aber offen. Mir gefällt diese Einladung: seht her, ich zeige Euch mal diese zehn Romane, zeigt mir mal Eure zehn und das würde ich gern lesen und für mein Empfinden ist das genau die richtige Einstellung.
    Zudem fand ich eben, wie ja auch im Artikel erwähnt, die Zusammenfassungen einfach wunderbar unterhaltsam! 🙂

    Liebe Grüße,

    Karla

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